Start in den Herbst – die Indoor Phase hat begonnen.
Es tut mir sehr leid, aber das was Meteorologen so leicht beschwingt als Sommer 2011 bezeichnet haben, geht nun trotz einiger letzten Gnadenstrahlen des Zentralgestirns so langsam zu Ende und wir können uns allmählich wieder auf unterkühlte Verhältnisse einstellen.
Doch nicht nur auf die Launen der Menschen hat kühle und nasse Witterung massiven Einfluss, gerade bei Pflanzenzüchtern heißt es nun winterhart von empfindlich zu trennen und den sensiblen Lieblingen wie Exoten perfekte Bedingungen über den Winter hinweg zu bieten. Relativ einfach ist dies noch bei Pflanzen, die über den fraglichen Zeitraum hinweg ihre Photosynthese weitgehend einstellen und deshalb nur hinsichtlich Temperatur und ggfls. noch Luftfeuchtigkeit zu betreuen sind. Wenn allerdings auch während der kalten Jahreszeit ein Wachstum und evtl. eine Blütenbildung gefragt ist, dann wird der Anspruch des Gärtners schon größer.
Vor allem hinsichtlich der benötigten Pflanzenbeleuchtung gilt es hier vorzeitig zu planen. Welche Fläche benötigen meine Pflanzen? Welches Licht benötige ich? Und wie schirme ich die Anlage gegen schädliche Ausseneinflüsse ab? All das ist leider niemals generell zu beantworten, sondern hängt stark von der Pflanzenart und auch den persönlichen (Ertrags)-Wünschen ab.
Bei vielen Exoten reicht es durchaus einen relativ Windgeschützten Ort auf der Terasse zu suchen und das Wurzelwerk ggfls. noch mit Jute o.ä Hilfsmitteln abzudecken.
Dazu die ein oder andere Dosis Pflanzenschutzmittel und klar die Gams.
Anders jedoch bei extrem empfindlichen Pflanzen aus Wüstenregionen oder ähnlich angenehmen Gefielden: Hier bleibt die Einrichtung einer Überwinterungsstation im Keller meist die einzige Möglichkeit…außer man geht in die Vollen und spendiert den Patienten ein eigenes Growzelt. Auch wer die Winterzeit dazu nutzen möchte, schon mal Pflanzen für das Frühjahr anzuziehen, schätzt die Möglichkeiten, die ein Growschrank von Homebox oder Dark Room bietet und vergißt relativ schnell die eher hohen Anschaffungskosten.